Vereinsgeschichte
Am 7. August 1959 fand die Gründungsversammlung statt, zu der der
Gründungsausschuß nach einigen Geburtswehen und viel Vorarbeit eingeladen hatte.
Hierzu waren 32 Schießsportinteressenten erschienen, die nach Erörterung des
Zweckes und der Aufgaben des Vereins die Beitrittserklärung unterzeichneten.
Unter der Leitung des Kameraden Wilhelm Tietsche als Versammlungsleiter wurde
folgender Vorstand gewählt:
- 1. Vorsitzender Werner Brinkmeier
- 2. Vorsitzender Hermann Offel
- Schriftführer Werner Potthast
- 1. Kassierer Herbert Pape
- 1. Schießwart Horst Szameitat
In der Gründungsversammlung war man sich darüber einig, als Vereinsnamen
“Schützenvereinigung Humfeld” und als Vereinslokal das “Deutsche Haus” (heute
Humfelder Reiterstuben) in Humfeld zu wählen. Die Versammelten beschlossen auch
spontan, sofort den festgesetzten Beitrag von 1,00DM pro Monat zu bezahlen,
Luftgewehre zu kaufen und ab sofort den Schießbetrieb in Gang zu bringen.
Auf der ersten Mitgliederversammlung am 7. Oktober 1959 wurden folgende
Mitglieder in den erweiterten Vorstand gewählt:
- 2. Schießwart Heinz Offel
- 2. Kassierer Wilhelm Wehrmann
In dieser Versammlung wurde beschlossen, dem Westfälischen Schützenbund
beizutreten. Damit war auch nach außen hin alles getan, um den Mitgliedern eine
feste Vereinsheimat zu sichern.
Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 8. Juli 1960 konnte der
Vereinskassierer berichten, daß der Verein bereits auf 128 Mitglieder
angewachsen war. Auf dieser Versammlung wurden zwei Kompanien gebildet.
Kompanieführer (Oberleutnant) der 1. Kompanie wurde Alfred Schulz, Wolfgang
Gerber (Oberleutnant) wurde die Führung der 2. Kompanie übertragen. Der Vorstand
(Stab) wurde in folgende Ränge eingestuft:
- 1. Vorsitzender Major
- 2. Vorsitzender Oberleutnant
- Schriftführer Oberleutnant
- 1. Kassierer Oberleutnant
-
- 1. Schießwart Oberleutnant
- 2. Kassierer Leutnant
-
- 2. Schießwart Leutnant
-
- 3. Schießwart Leutnant
-
Inzwischen wurde auch die Schützenkapelle gegründet. Um Instrumente und Noten
anschaffen zu können, erklärten sich die aktiven Schützen bereit, ein großes
Preisschießen zu veranstalten. Dieses Preisschießen wurde in allen Belangen ein
voller Erfolg. Im Jahre 1961 gab es im Vorstand eine Veränderung. Der 2.
Vorsitzende Hermann Offel stellte wegen beruflicher Überlastung seinen Posten
zur Verfügung. An dessen Stelle wurde der bisherige 1. Kassierer Herbert Pape
gewählt. Den Posten des 1. Kassierers übernahm Alfred Schulz.
Es wurde beschlossen, eine Vereinsfahne anzuschaffen und am Festmarsch
anläßlich des 50 jährigen Bestehens des TuS Humfeld teilzunehmen. In diesem Jahr
konnten die aktiven Schützen bei den Rundenwettkämpfen im Schützenkreis Lippe
und bei den Kreismeisterschaften bereits überdurchschnittlich gute Plätze
belegen. Auch die Schützenkapelle war bisher einige Male mit viel Erfolg in der
Öffentlichkeit aufgetreten. Herausragende Ereignisse des Jahres 1961 waren das
1. Schützenfest in Humfeld und die Teilnahme an der Hundertjahrfeier des
Westfälischen Schützenbundes mit Bundesschießen in Bielefeld.
Auf der Jahreshauptversammlung am 3. März 1962 wurde der bisherige 1.
Vorsitzende Werner Brinkmeier zum Bataillonskommandeur gewählt. Den Posten des
1. Vorsitzenden übernahm Horst Szameitat, 1. Schießwart wurde Hein Offel und 2.
Schießwart wurde Werner Fasse.
Es spricht für die gute Arbeit und das Vertrauen der Vorstandsmitglieder, daß
es bis zum 10jährigen Jubiläum im Jahre 1969 keinerlei personelle Veränderung
mehr im Vorstand gegeben hat.
Während bis zum Jahre 1967 nur das Luftgewehrschießen auf den provisorischen
Ständen im Saale des Vereinslokales gepflegt werden konnte, wurde auf der
Jahreshauptversammlung am 11. Februar 1967 beschlossen, an der alten Badeanstalt
in der Friedkuhle 1768 qm Bauland zu kaufen und einen Schießstand mit
Schützenheim zu errichten. Die Errichtung dieses Bauvorhabens war in der
Folgezeit eine der elementarsten Voraussetzungen für die Entwicklung des
Vereins. Unermüdlich setzte sich vor allem der 1. Vorsitzende Horst Szameitat
und der “praktische und technische Leiter” des Bauobjektes, 2. Schießwart Werner
Fasse, für dieses Werk ein. Noch heute klingen uns die Worte des 1. Vorsitzenden
in den Ohren: “Nehmt nicht soviel Zement, wir müssen sparen! Jeder sack Zement
muß bezahlt werden!” So schafften viele Schießsportbegeisterte, Freunde und
Gönner des Vereins in freiwilliger Arbeitsleistung, durch Geld- und Sachspenden,
was sich heute an der alten Badeanstalt als Humfelder Schützenzentrum
präsentiert.
Erste personelle Veränderungen im Vorstand stellten sich dann erst wieder auf
der Jahreshauptversammlung am 9. März 1974 ein. Der bisherige 2. Vorsitzende
Herbert Pape, der Schriftführer Werner Potthast und der 1. Schießwart Heinz
Offel, alles Männer der ersten Stunde, stellten sich nach 15jähriger
Vorstandstätigkeit nicht wieder zur Wahl. Als Nachfolger wurden die
Schützenkammeraden
- Willi Logermann 2. Vorsitzender
- Rolf Brinkmeier Schriftführer
- Werner Fasse 1. Schießwart
in den Vorstand gewählt.
Im Jahre 1976 vollzog sich dann die Trennung der Schützenkapelle vom Verein -
sehr zum Unwillen vieler Vereinsmitglieder - war doch ihre Kapelle inzwischen zu
einem festen Bestandteil und zum Aushängeschild des Vereins geworden! In diesem
Jahre 1976 übernahm auch der für den ausscheidenden Schriftführer Rolf
Brinkmeier gewählte Herold Reese seine Tätigkeit im Vorstand auf.
Im Jahre 1978 verlor der Verein durch seinen plötzlichen Tod seinen
langgedienten 1. Kassierer (seit 1961) Kamerad Alfred Schulz. Diese Lücke schloß
der bis dahin als 2. Kassierer tätige Schützenbruder Karl Eikermann.
Am 30. April 1981 fanden sich in den Humfelder Reiterstuben 21 Damen mit dem
geschäftsführenden Vorstand und dem Schützenoberst zusammen, um eine
Damenkompanie zu gründen. Die Kompanieführerwahl wurde satzungsgemäß vom
Schützenoberst Werner Brinkmeier durchgeführt und brachte folgende Ergebnisse:
- Kompanieführerin Monika Hohmeier (Leutnant)
- stellv. Kompanieführerin Bärbel Hüsemann (Leutnant)
- Spieß Henni Reese (Hauptfeldwebel)
In dieser Versammlung wurden von verschiedenen Firmen Schützenwesten
vorgestellt, es wurde beschlossen, mit den betreffenden Firmen sofort Verbindung
aufzunehmen, wollte man doch bereits am Schützenfest 1981 in schmucken Uniformen
am Festmarsch teilnehmen. Im vom Schriftführer Herold Reese über die
Gründungsversammlung verfaßten Protokoll heißt es wörtlich: “Durch den
fröhlichen Verlauf der Gründungsversammlung konnte das Ende nicht mehr
protokollarisch festgehalten werden”. In den Jahren seit ihrer Gründung hat sich
die Damenkompanie als echte Bereicherung des Vereinslebens - sowohl auf
sportlichem als auch auf geselligem Gebiet - herausgestellt.
Auf der Jahreshauptversammlung im Jubiläumsjahr (25jähriges) gab es auf der
Kommandobrücke des Bataillons eine Wachablösung. Der sich um die Belange des
Vereins und des Schützenbataillons sehr verdient gemachte Schützenoberst Werner
Brinkmeier trat in den wohlverdienten Ruhestand. Er wurde von der Versammlung
spontan zum Ehrenoberst ernannt und erhielt als äußeres Zeichen des Dankes einen
Offiziersdegen. Als Abschiedsgeschenk und gleichzeitig als Jubiläumsgabe übergab
der scheidende Schützenoberst dem Verein ein eigenhändig gefertigtes
Kunstschmiedewerk “25 Jahre Schützenvereinigung Humfeld”. Dieses Schmuckstück
von bleibendem Wert hat seinen Ehrenplatz im Schützenheim der
Schützenvereinigung Humfeld erhalten.
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 Ich
bin rein, mein Herz ist klein,
gern möchte ich ein Schütze sein.
Schütze, wie mein Großpapa!
Frisch und fröhlich steh' ich da.
Wenn ich groß bin - wär's gelacht,
kauf ich mir 'ne Schützentracht.
Stolz will ich den Frack dann tragen
und das Eichenlaub am Kragen.
Ein Gewehr, mit dem die Luft
Kugeln in die Ferne pufft,
und mit dem man treffen kann,
so ein Ding schaff' ich mir an.
Werd' ich einmal "König" sein,
lad' ich Euch zum Freibier ein,
rufe laut mit voller Kraft:
"Hoch lebe die Schützenbruderschaft!"
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